Ein Wobbler ist ein künstlicher Köder, der für das Angeln von Raubfischen verwendet wird und das erste Mal von Sir Max Bloomerich im Jahr 1884 hergestellt wurde. Der Köder führt beim Einholen taumelnde Bewegungen aus und soll einen kranken, geschwächten Fisch imitieren. Für den Erfolg entscheidend ist hier auch die richtige Führung des Kunstköders. Eine besondere Form der Wobbler stellen Popper dar.
Wobbler gibt es in schwimmenden, schwebenden und sinkenden Varianten und in einer vielfältigen Farbpalette. Sie werden aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Wobbler sind, je nach Größe, entweder aus einem Stück oder auch zwei-, oder dreigeteilt und mit mindestens zwei Drillingshaken versehen. Zum Befestigen der Wobbler bietet sich der Rapalaknoten an. Mit Hilfe einer Tauchschaufel am Vorderteil tauchen schwimmende Wobbler, außerdem wird die wobbelnde Bewegung maßgeblich von der Tauchschaufel beeinflusst. Je nach Form der Tauchschaufel sind Wobbler Flach- oder Tiefläufer.
Moderne Wobbler beherbergen in ihrem Innerern oft auch mehrere kleine Metallkügelchen. Diese stoßen aneinander, wenn sich der Wobbler unter Wasser in Bewegung setzt und sorgen so für Geräusche, die die Aufmerksamkeit der Raubfische auf den Köder ziehen soll. Bei klarem Wasser und an sonnigen Tagen sollten die Wobbler dezente Naturfarben haben, bei trübem Wasser und regnerischen Tagen sind grelle Schockfarben (neon gelb, rot, orange) geeignet.
Schaufelformen
- kleine, eher vertikale Schaufel = Flachläufer
- große, fast horizontale Schaufel = Tiefläufer
- breite, rundliche Schaufel = ausladende aggressive Bewegung
- schmale, länglich ovale Schaufel = dezentere Bewegung
Jerkbaits (von englisch to jerk = rucken und bait = Köder) sind Kunstköder zum Angeln. Durch Bewegungen der Angel imitieren sie dabei einen flüchtenden und angeschlagenen Beutefisch. Das Jerkbaitfischen ist eine Art des Spinnfischens.
Sie werden häufig aus Hartplastik hergestellt und sind meist zwischen 10 und 25 cm groß. Jerkbaits gibt es als Diver (bewegt sich durch die Führung ruckartig auf und ab) und Glider (schwingt beim Einholen seitlich hin und her), sowohl in schwimmender und sinkender Version. Fast alle Jerkbaits sind, im Gegensatz zum Wobbler, mit einer kleinen biegsamen Metallschaufel am Hinterteil (Tauchschaufel) versehen, um damit die Tauchtiefe zu beeinflussen. Oftmals haben Jerkbaits keinen eigenen Köderlauf und müssen daher mit einer harten Rute geruckt werden. Weitere Unterkategorien:
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