Ein Kunstköder ist eine beim Angeln verwendete, vorwiegend aus Metall, Holz, Plastik und synthetischen Materialien bestehende Imitation verschiedener Nährtiere von vorwiegend Raubfischen (kleinere Fische und Insekten) die, mit Haken bestückt und durch das Wasser gezogen (Spinnfischen) oder auf dem Wasser treibend (Fliegenfischen), verschiedene Reize auf jagende Fische ausüben und diese zum Biss verleiten. Nicht immer imitieren die Kunstköder direkt Nahrung der erhofften Beute, oft wecken sie einfach deren Aggression und Jagdtrieb, vergleichbar mit Katzenspielzeug, welches eine Katze zum Angriff reizt, obwohl es keinerlei Ähnlichkeit mit Maus oder Vogel aufweist.
Arten von Kunstködern:
* Blinker sind die einfachsten Kunstköder. Sie bestehen lediglich aus einem Metallblatt, welches beim Zug an der Angelschnur durch das Wasser torkelt. Diese Methode hat sich vor allem beim Hechtangeln bewährt, da der Blinker einen kleinen, kranken Fisch imitiert. Aber auch Barsche lassen sich mit dieser Methode fangen, wenn der Blinker nicht allzu groß ausfällt.
* Spinner (auch Spinnerblatt) (abgeleitet vom englischen to spin): Ein Metallblatt, welches auf Zug um eine Achse rotiert und durch die so entstehenden Reize (Druckwellen) Raubfische zum Biss verleitet. Durch diese Druckwellen wird das Seitenlinienorgan (Ferntastsinn) des Fisches gereizt.
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