Fliegenschnüre sind in verschiedenen Querschnittsverläufen erhältlich, die durch spezielle Kürzel gekennzeichnet werden. Die üblichen Formen sind:
- L (level, der Schnurquerschnitt bleibt über die gesamte Länge gleich)
- DT (double taper, beidseitig verjüngt)
- ST (single taper, einseitig verjüngt)
- WF (weight forward, auch Keulenschnur genannt, die Schnur wird nach vorne keulenförmig dicker)
- TT (triangle taper, ähnlich der WF mit länger gezogenem Fronttaper)
- Schussköpfe
Die größte Verbreitung besitzen WF- und DT-Schnüre. WF-Schnüre lassen sich leichter und weiter werfen, während DT-Schnüre ein sanfteres Ablegen der Schnur auf dem Wasser ermöglichen, was bei kleinen Gewässern und scheuen Fischen vorteilhaft sein kann. Zudem lässt sich eine DT-Schnur noch einmal gleich lange in umgekehrter Richtung verwenden, wenn ein Ende stark abgenutzt ist.
Eine weitere Einteilung der Schnüre erfolgt nach dem Auftriebsverhalten in schwimmende (F, floating) und sinkende (S, sinking) Schnüre. Bei sinkenden Schnüren werden verschiedene Sinkgeschwindigkeiten angeboten, zudem gibt es auch noch sogenannte Sinktip- (die ersten Meter sinken ein) und Intermediate (in definierter Wassertiefe schwebende)-Schnüre. Schwimmschnüre sind am weitesten verbreitet, da ihre Handhabung leichter ist als die von Sinkschnüren und die meisten Gegebenheiten am Wasser sich mit einer Schwimmschnur meistern lassen. Die Schnüre werden nach ihrem Gewicht in so genannte AFTMA-Klassen unterteilt, die von der AFTMA („American Fishing Tackle Manufactures Association“) als Standards definiert wurden. Neu: „ASA“
Die Fliegenruten werden entsprechend den mit ihnen werfbaren Schnüren ebenfalls in AFTMA-Klassen eingeteilt. Weitere Unterkategorien:
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